In vielen Bundesländern wird aktuell die Umstellung des Abiturs von 13 auf 12 Jahre durchgeführt. Anstatt dass darüber bei den Schülern Freude aufkommen würde, nun ein Jahr weniger die Schulbank drücken zu müssen, geht die ganze Umstellung im allgemeinen Gejammer unter. Nun bin ich für meinen Teil ja Sachse und habe nie ein anderes System als das Abitur in 12 Jahren kennengelernt. Und ich verstehe das Gejammere nicht. Die Sachsen haben laut jüngsten Studien das beste Schulsystem. Zugegeben, das wird sich bald ändern, denn die katastrophalen "Reformen" im System, die unter dem inzwischen nicht mehr amtierenden Kultusminister Flath beschlossen wurden, fangen erst langsam an ihre negative Wirkung zu entfalten, aber das "Turboabitur", was durchaus noch wesentlich kürzer sein könnte, wenn man den Lehrplan straffen und einige überflüssige Stoffwiederholungen streichen würde, hat sich bewehrt.
Warum soll in anderen Bundesländern nicht gehen, was ich Sachsen seit Jahren funktioniert? Ich verstehe es nicht - der Begriff "Turboabitur" ist ein absolut albernes Unwort.
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2 Kommentare:
Grundsätzlich hast du sicherlich Recht, dass das Abitur nach 12 Jahren eine gute Sache ist. Der Unterschied zwischen Sachsen und anderen Bundesländern ist aber, dass in Sachsen das System seit vielen Jahren bewährt ist und funktioniert, während z.B. in Niedersachsen die Reformen offenbar z.T. verkorkst wurden. Ich kann das selber nicht beurteilen, weil ich zu früh geboren wurde. Aber wenn man Berichten Glauben schenken darf und dann tatsächlich aufgrund neuer Pläne z.B. in Physik Rechenmethoden benötigt werden, die in Mathe noch nicht gelehrt wurden, dann kann irgendetwas mit den Lehrplänen nicht stimmen. Insofern kann man den Ärger über das Abitur nach 12 Jahren sicherlich z.T. verstehen. Das ändert aber nichts daran, dass Abi nach 12 grundsätzlich richtig ist und Turboabi in der Tat ein panikschürendes Unwort ist.
Das Thema der schlechten Lehrpläne ist ja ein ganz Anderes als dass der 12 Jahre. Egal wie lang der Weg zum Abitur ist, kann er nicht gut sein, wenn die Lehrpläne schlecht sind. Es ist aber absolut verständlich und auch das muss man zugestehen, dass es gerade in einem Übergangszeitraum Probleme geben kann. Diese Probleme müssen analysiert und behoben werden. Was momentan stattfindet ist der falsche Weg. Bessere Bildung durch Streik wird und kann es auch gar nicht geben. Streiken bedeutet das Vernachlässigen von Bildung.
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