Hand aufs Herz: wer von ihnen kannte, sagen wir vor einem viertel Jahr, „twitter“? Diese Internet-Plattform, von der aus man jeder Zeit in 140 Zeichen Menschen in aller Welt mitteilen kann, was man gerade macht oder denkt. Ich nicht. Ich müsste sogar die Frage „gab es twitter denn da schon?“ mit „keine Ahnung“ beantworten. Vermutlich, es kannte nur noch niemand. Was für mich durch schueler.cc und studiVZ als Möglichkeit, alte Freunde wiederzufinden begann, ist heute für jeden halbwegs in der Öffentlichkeit stehenden Menschen, und gerade Politiker, unverzichtbar: WEB 2.0. Wer es nicht nutzt, hat einen Wettbewerbsnachteil, denn gerade für Junge und Junggebliebene sind Plattformen wie facebook, twitter, myspace, studiVZ und Co. normal und eigentlich aus dem Alltag kaum noch weg zu denken – ähnlich wie das Handy, nur vollzog sich dieser Prozess noch viel, viel langsamer.
Vor wenigen Monaten kannte ich es noch nicht einmal, aber schon habe ich ein twitter-Feld auf meiner Homepage und im Blog. Und, um das Ganze natürlich auch ganz bequem von Unterwegs aus nutzen zu können, musste natürlich ein entsprechendes Mobilgerät angeschafft werden, dass mit einem Mobiltelefon wenig zu tun hat, mit dem man eigentlich nur „auch“ telefonieren kann und das dafür aber mit sämtlichen gängigen Web 2.0 Plattformen wunderbar kommuniziert. Anders als viele Kollegen, das will ich sagen, bin ich aber nicht dem I-Phone-Hype verfallen. Ich nutze das Konkurrenzprodukt einer Firma, die eigentlich mehr für ihre Internet-Suchmaschine bekannt ist… .
Ob nun Web 2.0 wirklich langfristig interessant ist oder nicht, vermag wohl momentan niemand zu sagen. Ich glaube persönlich, dass sich Kontaktplattformen wie facebook oder studiVZ eher halten werden als z.B. twitter. Aber wie es auch kommen mag, dem Zeitgeist kann man sich nicht verschließen.
Mein persönliches Fazit: Web 2.0 ist, wenn man es intensiv nutzt, oft sehr zeitaufwendig – aber kann auch eine Menge Spaß machen. Ich nutze es gern und hoffe auf eine große Leserschaft – oder im twitter-Sprachgebrauch, viele „follower“.
Montag, 4. Mai 2009
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