Dank der Hessen-FDP starten die Liberalen mit einem Paukenschlag in das Superwahljahr 2009. Mehr als 16 Prozent sind ein klarer Auftrag an die Kraft der Freiheit, Hessen nach einem Jahr voller politischem Chaos endlich wieder vorwärts zu bringen. Die voraussichtlich entstehende Regierung aus CDU und FDP ist das Beste was Hessen passieren konnte und wird die schwere Aufgabe, das ein Jahr quasi unregierbare Hessen wieder zu normalisieren, motiviert und entschlossen angehen. Der 18.Januar 2009 ist für uns Liberale kein Tag zum Feiern, sondern zum Aufatmen. Kein zukünftig an der Regierung beteiligter Politiker wird wirklich Zeit dazu haben, dieses Ergebnis zu genießen, denn viel zu groß sind die Herausforderungen, die zu meistern sind.
Für die Union ist dieses Wahlergebnis ernüchternd, für die Sozialdemokratie dagegen ist es eine nur zu gerechte Ohrfeige. Es hat sich gezeigt, das Lügen kurze Beine haben und zu desaströsen Wahlergebnissen führen. Die Wählerinnen und Wähler haben der SPD eindeutig vor Augen gehalten, dass sie sich nicht für dumm verkaufen lassen.
Den Grünen ist in dieser Wahl die Rolle als Protestpartei zugefallen. Sie haben ein Ergebnis erzielt, dass so in der aktuellen Wirtschafts- und Gesellschaftssituation nicht zu erwarten war. Zu Zeiten, in denen die Menschen zum Teil existentielle Nöte und Sorgen haben, sind grüne Themen im Allgemeinen nicht sonderlich gefragt, da grüne Politik nicht dafür bekannt ist, Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern bzw. zu vermehren.
Schade ist, dass die Linken den Sprung in den Landtag knapp erreicht haben. Aber ich denke, eine starke Demokratie kann auch damit umgehen. Fakt ist, diese Partei wird in den folgenden fünf Jahren nicht in die Gelegenheit kommen, irgendeine Regierung in Hessen durch Duldung zu stützen. Liebe Linke, ihr werdet nicht gebraucht!
Im Bezug auf die kommenden Wahlen ist dieses Wahlergebnis für die FDP eine Steilvorlage. Speziell bei den Landtagswahlen in Sachsen, die für mich als sächsischem Liberalen besonders wichtig sind, erhoffe ich ein ähnliches Ergebnis. Mit einem großen Unterschied: die Hessen-FDP war nicht mehr so weit entfernt von der Ex-Volkspartei SPD, die sächsische FDP muss das Ziel haben, an ihr vorbei zu ziehen und mit dazu beizutragen, sie in die prozentuale Einstelligkeit zu verbannen.
Aber generell: so wie in Hessen ist es auch in Sachsen Zeit für Schwarz-Gelb. Ebenso wie im Bund. Dort wird es sicher etwas schwerer als auf Landesebene, aber diese Bundestagswahlen werden im Zeichen der kleinen und mittelgroßen Parteien stehen, denn die „große Koalition“ hat abgewirtschaftet. Mein Gefühl sagt mir, Deutschland wird nach der Bundestagswahl von Union und FDP regiert, mit einer starken Stimme der Freiheit!

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