Dienstag, 25. November 2008

Zu viel Euphorie im Bezug auf das den nationalen PISA-Test ist unangebracht!

Sachsen ist SPITZE – in Deutschland. Meiner Meinung nach ein Strohfeuer. Die Daten sind, das muss man sich vor Augen halten, von 2006. Zu diesem Zeitpunkt hat noch keine einzige der katastrophalen Reformen, die unter der Leitung des damaligen Kultusministers Flath ihre Wirkung entfaltet und bis heute sind noch nicht alle Folgen wirklich eingetreten. Gerade die verhältnismäßig gut funktionierenden Gymnasien wurden regelrecht demontiert. Unter der quasi Abschaffung des Kurssystems leidet geraderst der zweite Jahrgang. Anstatt Schüler so gut wie möglich individuell ihren Stärken entsprechend zu fördern, setzt die Landesregierung auf rücksichtslose Gleichmacherei. Die Folge wird sein, dass die Abiturnoten, die im Schnitt aufgrund des zu recht vergleichsweise strengen Systems nicht die Allerbesten sind, in Zukunft noch schlechter werden. Gerade die eher geisteswissenschaftlich und künstlerisch veranlagten Schüler werden in hohem Maße benachteiligt. Mag sein, dass wir mehr junge Menschen brauchen, die sich für eine Ausbildung oder ein Studium im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich entscheiden. Aber erreicht man dies indem man Schüler zwingt, naturwissenschaftliche Fächer zu belegen, die ihnen unter Umständen absolut nicht liegen und durch schlechte Noten nur den Abiturschnitt kaputt machen? Was ist mit Schülern, die hochgradig geisteswissenschaftlich begabt sind, aber aufgrund eines naturwissenschaftlich bedingt zu schlechten Abiturs den Numerus clausus ihres Wunschstudienganges nicht erreichen? Die großen Namen aus dem Land der Dichter und Denker werden in Zukunft nicht aus Sachsen kommen – man lässt ihnen keine Chance.

Über eine Sache jubele ich allerdings dann doch. Mir zeigt das Testergebnis, dass die Grundschule bis zur 4. Klasse und die damit verbundene Möglichkeit der frühzeitigen individuellen Förderung an der jeweiligen Schulform der richtige Weg ist. Ich sage dies schon seit ich politisch aktiv bin öffentlich und gerne laut, aber im allgemeinen Mainstream des längeren gemeinsamen Lernens geht dies sehr gern unter. Moderne Bildungspolitik ist zu einseitig. Sie stellt nur die Frage, wie können wir die Leistungsschwächeren fördern? Niemand stellt die Frage, wie man dies erreichen kann, ohne dabei die ohnehin schon Stärkeren zu vernachlässigen bzw. einzugrenzen.

Zum Schluss sollte man sich noch eine Frage stellen: wie stehen Sachsen und die restlichen 15 Bundesländer im internationalen Vergleich dar? Denn es ist in der globalisierten Welt gar nicht so wichtig, welches Bundesland in Deutschland spitze ist, solange wir international nicht ganz oben „mitbilden“. 

Samstag, 15. November 2008

Blockade von Kastortransporten ist passiver Terrorismus!

Um es vorweg zu sagen: ich habe nichts dagegen, dass Menschen gegen die Atomenergie und gegen Kastortransporte protestieren – es ist ihr gutes Recht, gegen diese Technologie und die dadurch notwendigen Transporte zu sein - ich bin es nicht.

Protestieren ja, aber bitte im Rahmen von Recht und Gesetz. Es ist niemandem geholfen, wenn diese trotz Spezialbehältern definitiv strahlenden Transporte unnötig lange unterwegs sind. Anstatt die Transporte aufzuhalten, sollte doch auch Atomkraftgegnern daran gelegen sein, dass Atomrestmüll so schnell wie irgend möglich von A nach B, an einen sicheren Ort, gelangt. Alles andere ist blanke Unvernunft. Ein solches unvernünftiges Verhalten ist dumm  und  zeigt, wie unterentwickelt das rationale Denkvermögen von Atomkraftgegnern ist.

Meiner Meinung nach muss mit aller maximal vertretbarer rechtlicher Härte gegen diese Passivterroristen und ihrer Blockaden vorgegangen werden.

Diesen Menschen muss klar gemacht werden, dass es so nicht geht! Und im Zweifelsfalle muss man darüber nachdenken, inwieweit das deutsche Strafrecht aktuell geeignet ist, mit dieser Situation umzugehen und es gegebenenfalls anpassen und konsequent anwenden.

Freitag, 7. November 2008

Gratulation, Mr. Obama!

Die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten haben gewählt. Barack Obama ist nicht nur der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern ein Person gewordener Traum des amerikanischen Lebensgefühls. Ich halte nicht viel davon, ihn als den ersten farbigen Präsidenten hochzujubeln, denn dies ist zwar korrekt, sollte aber in der Welt des 21. Jahrhunderts nichtmehr als übermäßig revolutionär gedeutet werden. Barack Obama, so wie er sich bislang in der Öffentlichkeit gegeben hat, ist intelligent, menschennah und reformorientiert – das ist wichtig, nicht die Hautfarbe.

Wir in Deutschland sollten uns weniger die Fragen stellen, wie der neue US-Präsident aussieht, sondern was wir von seiner Art lernen können. Ich glaube, die USA und die Bundesrepublik Deutschland sind sich ähnlicher als man immer glauben und hören will. Barack Obama hat den Menschen Willen und Optimismus „eingeimpft“. Er hat den US-Amerikanern ihr Selbstbewusstsein wiedergegeben.
Wo ist das Selbstbewusstsein in unserem Land? In einem Land, in dem linke Politiker es sogar bei Sportveranstaltungen für eine Schande halten, Schwarz-Rot-Gold zu zeigen…
Ich persönlich halte diese Leute für eine Schande.
Die Geschichte der Deutschen seit dem Ende des 2.Weltkrieges ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Dieses Land hat eine Teilung überwunden und verfügt über die mit Abstand stärkste Wirtschaft Europas.
Wir können stolz auf uns sein. Linke Politiker halten konsequent  deutschen Patriotismus für ein Zeichen rechter Gesinnung. Nein, es ist ein Zeichen dafür, das wir stolz sind auf unsere seit Jahren funktionierende Demokratie! Deutschland ist eine große Nation im Herzen eines sich langsam vereinigenden Europas und genau dieses Vereinigte  Europa wird es nicht ohne ein  stolzes und selbstbewusstes Deutschland geben.

Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Liebe Leser, helfen sie mit, aus Deutschland, wie es die Musikgruppe „wir sind Helden“ einem ihrer Lieder formuliert, das Land der „begrenzten Unmöglichkeiten“ zu machen.

Danke, Barack Obama! Danke für diesen frischen Wind, für diesen neuen Stil, der doch eigentlich nicht neu, sondern normal sein sollte!  

Ich persönlich habe, das will ich  noch kurz erwähnen, die Wahlnacht im Büro von Holger Krahmer, unserem sächsischen FDP-Vertreter im Europäischen Parlament, auf einer Wahlparty verbracht. Für mich ist Barack Obama, auch wenn ich viele seiner politischen Vorstellungen nicht unbedingt teile, in seinem Verhalten ein absolutes Vorbild.

Dienstag, 4. November 2008

Forderungen der IG Metall sind ein Skandal und gefährlich für unser Land!

8% mehr Lohn fordert die IG Metall – welche Auswirkungen dies für unser Land haben kann und wird, findet keine Beachtung.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wacht auf! Natürlich, die Aussicht auf eine kräftige Lohnerhöhung verlocken – wer würde die Möglichkeit nicht gern nutzen? Aber in Wahrheit ist das nur sehr oberflächlich gesehen eine Lohnerhöhung – denn in erster Linie wird die Folge eine gigantische Arbeitsplatzvernichtung sein! Und ein Arbeitsloser wird definitiv weniger Geld im Portmonee haben als ein Arbeiter, auch ohne 8% mehr Lohn.

Einmal mehr – die Gewerkschaften outen sich als Arbeitsplatzvernichter Nummer 1 in Deutschland!
Aber dabei bleibt es nicht. Sie lösen damit eine kaum überschaubare Kettenreaktion aus, die bis weit in die Gesellschaft eindringen wird. Arbeitslosigkeit fördert Unzufriedenheit und unzufriedene Menschen neigen dazu, bei Wahlen Protest zu wählen.

So kann und so wird es passieren, dass die Gewerkschaften durch ihr realitätsfremdes Verhalten, welches gerade in Zeiten der Finanzkrise und der dadurch resultierenden Wirtschaftskrise, die uns noch eher bevorsteht als dass wir schon mitten drin wären, die Wähler den linken und rechten Populisten in die Arme treiben.

Es ist zwecklos, an die Vernunft der Gewerkschaften zu appellieren – dieser Begriff kommt in deren Wortschatz schlicht nicht vor.
Ich habe Angst um die Zukunft unseres Landes – dank euch, liebe Gewerkschafter!