Freitag, 7. November 2008

Gratulation, Mr. Obama!

Die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten haben gewählt. Barack Obama ist nicht nur der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern ein Person gewordener Traum des amerikanischen Lebensgefühls. Ich halte nicht viel davon, ihn als den ersten farbigen Präsidenten hochzujubeln, denn dies ist zwar korrekt, sollte aber in der Welt des 21. Jahrhunderts nichtmehr als übermäßig revolutionär gedeutet werden. Barack Obama, so wie er sich bislang in der Öffentlichkeit gegeben hat, ist intelligent, menschennah und reformorientiert – das ist wichtig, nicht die Hautfarbe.

Wir in Deutschland sollten uns weniger die Fragen stellen, wie der neue US-Präsident aussieht, sondern was wir von seiner Art lernen können. Ich glaube, die USA und die Bundesrepublik Deutschland sind sich ähnlicher als man immer glauben und hören will. Barack Obama hat den Menschen Willen und Optimismus „eingeimpft“. Er hat den US-Amerikanern ihr Selbstbewusstsein wiedergegeben.
Wo ist das Selbstbewusstsein in unserem Land? In einem Land, in dem linke Politiker es sogar bei Sportveranstaltungen für eine Schande halten, Schwarz-Rot-Gold zu zeigen…
Ich persönlich halte diese Leute für eine Schande.
Die Geschichte der Deutschen seit dem Ende des 2.Weltkrieges ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Dieses Land hat eine Teilung überwunden und verfügt über die mit Abstand stärkste Wirtschaft Europas.
Wir können stolz auf uns sein. Linke Politiker halten konsequent  deutschen Patriotismus für ein Zeichen rechter Gesinnung. Nein, es ist ein Zeichen dafür, das wir stolz sind auf unsere seit Jahren funktionierende Demokratie! Deutschland ist eine große Nation im Herzen eines sich langsam vereinigenden Europas und genau dieses Vereinigte  Europa wird es nicht ohne ein  stolzes und selbstbewusstes Deutschland geben.

Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Liebe Leser, helfen sie mit, aus Deutschland, wie es die Musikgruppe „wir sind Helden“ einem ihrer Lieder formuliert, das Land der „begrenzten Unmöglichkeiten“ zu machen.

Danke, Barack Obama! Danke für diesen frischen Wind, für diesen neuen Stil, der doch eigentlich nicht neu, sondern normal sein sollte!  

Ich persönlich habe, das will ich  noch kurz erwähnen, die Wahlnacht im Büro von Holger Krahmer, unserem sächsischen FDP-Vertreter im Europäischen Parlament, auf einer Wahlparty verbracht. Für mich ist Barack Obama, auch wenn ich viele seiner politischen Vorstellungen nicht unbedingt teile, in seinem Verhalten ein absolutes Vorbild.

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