Mittwoch, 17. Juni 2009

Was bitte ist ein Turboabitur?

In vielen Bundesländern wird aktuell die Umstellung des Abiturs von 13 auf 12 Jahre durchgeführt. Anstatt dass darüber bei den Schülern Freude aufkommen würde, nun ein Jahr weniger die Schulbank drücken zu müssen, geht die ganze Umstellung im allgemeinen Gejammer unter. Nun bin ich für meinen Teil ja Sachse und habe nie ein anderes System als das Abitur in 12 Jahren kennengelernt. Und ich verstehe das Gejammere nicht. Die Sachsen haben laut jüngsten Studien das beste Schulsystem. Zugegeben, das wird sich bald ändern, denn die katastrophalen "Reformen" im System, die unter dem inzwischen nicht mehr amtierenden Kultusminister Flath beschlossen wurden, fangen erst langsam an ihre negative Wirkung zu entfalten, aber das "Turboabitur", was durchaus noch wesentlich kürzer sein könnte, wenn man den Lehrplan straffen und einige überflüssige Stoffwiederholungen streichen würde, hat sich bewehrt.
Warum soll in anderen Bundesländern nicht gehen, was ich Sachsen seit Jahren funktioniert? Ich verstehe es nicht - der Begriff "Turboabitur" ist ein absolut albernes Unwort.

Dienstag, 12. Mai 2009

Ein Herz für Studierende - auch ohne Uni!

In Annaberg-Buchholz gibt es keine Universität. Das ist in Anbetracht der Größe der Stadt weder ungewöhnlich noch sonderlich schlimm. Aber es gibt eine Menge Studenten, die weiterhin ihren Hauptwohnsitz in der Erzgebirgshauptstadt haben, sei es aus Verbundenheit zur Heimatstadt oder aus anderen Gründen. Und dafür nehmen sie oft nicht unerhebliche Belastungen in Kauf - das dazu passende Unwort nennt sich „Zweitwohnsitzsteuer“. In meinem Studienort Halle(Saale), einer Stadt ohne genehmigtem Haushalt, werden Zweitwohnsitzinhaber mit 10% der Jahresnettokaltmiete zur Kasse gebeten – was gerade für Studierende eine Menge Geld ist. Ich denke, der Erzgebirgshauptstadt sollte die Bildung und die Heimatverbundenheit ihrer Studenten etwas wert sein!
Ich werde mich, sollte ich in den Stadtrat gewählt werden, für die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuererstattung einsetzen!
Das ist keine neue Idee, nicht einmal im Erzgebirgskreis, gebe ich zu – aber sie ist gut für Studierende und für das Image Annaberg-Buchholz' als bildungsfreundliche Stadt.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Grüner Irrsinn: „staatlich kontrollierte Drogenfachgeschäfte“

Jetzt ist es offiziell: Bio-Tee schlürfen und stricken mit fair gehandelter Wolle verursacht Langzeitschäden!
Nein – das ist nicht das Thema dieses Beitrags, sondern der Versuch, wirre grüne Gedankengänge erklärbar zu machen. Nach den Vorstellungen der Grünen Jugend soll es Tabak und Alkohol künftiger nur noch in „staatlich kontrollierten Drogenfachgeschäften“ geben. Man will damit „weg von der Politik der Tabuisierung und der Kriminalisierung“, so GJ-Sprecher Max Löffler. Aha. Also statt in den Getränkemarkt gehen wir künftig in ein Drogenfachgeschäft wenn wir mal Bier für einen gemütlichen Feierabend kaufen wollen? Und da fühlt sich dann sicher niemand kriminalisiert, richtig?
Übrigens wollen die Grünen mit dieser Idee Jugendliche besser vor Alkohol und Tabak schützen – finden Die besser als Verbote auszusprechen. Coffein wollen sie aber verbieten, die Jungen Grünen, dafür aber Cannabis legalisieren. Ergibt Sinn, oder?

Montag, 4. Mai 2009

Web 2.0 - Fluch oder Segen?

Hand aufs Herz: wer von ihnen kannte, sagen wir vor einem viertel Jahr, „twitter“? Diese Internet-Plattform, von der aus man jeder Zeit in 140 Zeichen Menschen in aller Welt mitteilen kann, was man gerade macht oder denkt. Ich nicht. Ich müsste sogar die Frage „gab es twitter denn da schon?“ mit „keine Ahnung“ beantworten. Vermutlich, es kannte nur noch niemand. Was für mich durch schueler.cc und studiVZ als Möglichkeit, alte Freunde wiederzufinden begann, ist heute für jeden halbwegs in der Öffentlichkeit stehenden Menschen, und gerade Politiker, unverzichtbar: WEB 2.0. Wer es nicht nutzt, hat einen Wettbewerbsnachteil, denn gerade für Junge und Junggebliebene sind Plattformen wie facebook, twitter, myspace, studiVZ und Co. normal und eigentlich aus dem Alltag kaum noch weg zu denken – ähnlich wie das Handy, nur vollzog sich dieser Prozess noch viel, viel langsamer.
Vor wenigen Monaten kannte ich es noch nicht einmal, aber schon habe ich ein twitter-Feld auf meiner Homepage und im Blog. Und, um das Ganze natürlich auch ganz bequem von Unterwegs aus nutzen zu können, musste natürlich ein entsprechendes Mobilgerät angeschafft werden, dass mit einem Mobiltelefon wenig zu tun hat, mit dem man eigentlich nur „auch“ telefonieren kann und das dafür aber mit sämtlichen gängigen Web 2.0 Plattformen wunderbar kommuniziert. Anders als viele Kollegen, das will ich sagen, bin ich aber nicht dem I-Phone-Hype verfallen. Ich nutze das Konkurrenzprodukt einer Firma, die eigentlich mehr für ihre Internet-Suchmaschine bekannt ist… .
Ob nun Web 2.0 wirklich langfristig interessant ist oder nicht, vermag wohl momentan niemand zu sagen. Ich glaube persönlich, dass sich Kontaktplattformen wie facebook oder studiVZ eher halten werden als z.B. twitter. Aber wie es auch kommen mag, dem Zeitgeist kann man sich nicht verschließen.
Mein persönliches Fazit: Web 2.0 ist, wenn man es intensiv nutzt, oft sehr zeitaufwendig – aber kann auch eine Menge Spaß machen. Ich nutze es gern und hoffe auf eine große Leserschaft – oder im twitter-Sprachgebrauch, viele „follower“.

Montag, 20. April 2009

Annaberger Marktplatz ist dem einer Kreisstadt unwürdig!


Eigentlich ein schönes Fleckchen, der Annaberger Markt. Im Herzen der Stadt, etwas abseits der Bundesstraßen und trotzdem lebendig. Der flüchtigen Betrachtung hält er stand, aber genauer hinsehen sollte man besser nicht. Denn genau betrachtet handelt es sich um eine große kahle Fläche ohne jede Begrünung - ohne auch nur den Hauch von Gemütlichkeit. Einzige Auflockerung ist der Barbara-Uthmann-Brunnen, der aber mit seiner etwas randlastigen Positionierung auch nicht so wirklich als zentraler Blickfang herhalten kann.
Aber, als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass der Marktplatz trist und langweilig daher kommt, wird er nun auch noch durch einen Umbau am Fußgängerzugang zur Markt-Tiefgarage verschandelt. Anstatt die defekten Glasplatten zu ersetzen, haben es sich die Betreiber, die Stadtwerke Annaberg, ganz einfach gemacht: Metalldach Typ „Wellblech-Garage“ drauf, fertig (siehe Foto). Peinlich…

Sonntag, 29. März 2009

Bündnis 90 - die Grünen Schmierfinken?!

Mit dem Zitat "Zeig den anderen, wo WUMS fehlt! Setz das Moos-Graffiti an die Wände!" ruft die grüne Partei öffentlich auf ihrer Internetseite ihre Anhänger dazu auf, Gebäude und Plätze im Rahmen ihrer "WUMS-Kampagne" zu verunreinigen. Das ist nicht mehr und nicht weniger als ein Skandal!
Wir Jungliberale haben viel Verständnis für öffentlichkeitswirksame Aktionen, aber irgendwo ist auch eine Grenze erreicht. Wir sind für Stadtbilder ohne wilde Schmierereien, für saubere Städte und Dörfer! Mit WUMS stellen sich die Grünen auf eine Stufe mit den Schmierfinken aus der illegalen Graffiti-Szene und disqualifizieren sich als ernst zu nehmende politische Kraft in Deutschland.
Das sind nicht die Methoden von Parteien, die auch nur einen Funken Anstand und Respekt gegenüber fremden Eigentum in sich tragen.

Freitag, 6. Februar 2009

Und tschüss, Herr Mehdorn!

Der Begriff „Vorzeigeunternehmen“ trifft auf die Bahn so oder so nicht zu, aber was nun ans Licht gekommen ist, überspannt den Bogen bei weitem. Ich weiß nicht ob bei diesem Unternehmen Datenschutz nur im Fremdwörterbuch vorkommt, wenn ja, sollte man sich vielleicht über die Anschaffung weniger mittelalterlicher Lektüre Gedanken machen. Der Maßendatenabgleich ist ein Skandal erster Güte. Und wenn Bahnchef Hartmut Mehdorn behauptet, er hätte davon nichts gewusst, so ist das, gelinde gesagt, eher unglaubwürdig. Und selbst wenn, so ist ein Firmenchef schlicht und einfach verantwortlich für die Vorgänge in seinem Unternehmen und es ist, man entschuldige die Ausdrucksweise, seine verdammte Pflicht dafür zu Sorgen, dass so etwas nicht vorkommt.
Herr Mehdorn war schon vor dem Bekanntwerden dieser Vorfälle nicht unbedingt ein Glücksfall für die Bahn, aber nun sollte (endlich) ein Schlussstrich gezogen werden. Dass solange an diesem Herren festgehalten wurde, ist mir unverständlich. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es dem für diesen Bereich zuständigen Bundesminister, Herrn Tiefensee, gar nicht so ungelegen kam, dass so ein Mann die Bahn führt, schließlich steht so die eigene auch eher begrenzte Sachkompetenz nicht direkt im Fokus der Öffentlichkeit.


Ich hoffe, Hartmut Mehdorn ist an der Bahnspitze bald Geschichte, das Problem Wolfgang Tiefensee dürfte sich mit der Bundestagswahl wohl von allein erledigen.